Projekt
Leben im Krieg: Innensichten
Eine Veranstaltungsreihe
KünstlerInnen aus Kriegsgebieten bringen dem Publikum durch multimediale Bühnenproduktionen mit literarischen, musikalischen, visuellen, philosophischen und performativen Elementen die Gedanken, Gefühle, Probleme und Freuden von Menschen in Konfliktregionen näher.
Wie reagierst Du, wenn Dir bewusst wird, dass vor Deinem Heim Krieg aufflackert und ausbricht? Was denken Menschen, die vom Krieg betroffen sind, aber nichts dagegen tun können? Wie lernt eine Kindersoldatin ihr Handwerk, und was führte dazu? Wie geht es den jungen Soldatinnen und Soldaten, die zwangsrekrutiert wurden und ihre Angehörigen verlassen mussten, um andere Familien zu quälen? Wird im Krieg auch gelacht? Was bleibt, wenn man den Krieg hinter sich gelassen hat? Was ist stärker: die Freundschaft oder die Politik? Wann ist eigentlich ein Krieg beendet? Und wo beginnt der Frieden?
Die Veranstaltungsreihe «Leben im Krieg: Innensichten» sucht Antworten auf solche Fragen. Dazu tragen KünstlerInnen aus verschiedenen Krisenregionen bei. Ihre künstlerischen Aussagen werden zusammengeführt, um als gemeinsame Produktion dem Publikum die Lebensbedingungen und gefühle im Krieg näher zu bringen. Alle beteiligten KünstlerInnen vermitteln durch ihr Werk und Mitwirken Innensichten: Aspekte des Kriegsalltags, die uns entfallen, wenn wir an Krieg denken v. a. angeregt durch die massenmedial verbreiteten Bilder. Auch in Kriegsgebieten wird gearbeitet, zur Schule gegangen, gelacht, geliebt und gestritten! Es werden Kinder gezeugt und geboren, es wird geheiratet, gefeiert und gestorben auch ohne direkte äussere Einflussnahmen. Unter ungewohnten und sehr schwierigen Lebensumständen geht der Alltag der Menschen weiter sei es in Israel und Palästina oder im Irak, im Balkan, in Kolumbien, im Kongo oder in Tschetschenien.
Die Reihe «Leben im Krieg: Innensichten» fokussiert durch leise Töne und den zweiten Blick: nicht die Zerstörungen, sondern das Leben der Menschen steht im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Die Bühnenproduktionen dienen nicht einer politischen Positionierung: Sie präsentieren vielmehr ein Ensemble von Emotionen und Erlebnissen, durch die sich ZuschauerInnen hierzulande in kriegsgeprägtes Leben einfühlen können.
